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gemeinderat drückt bei ortskern „Pause-Taste“
einstimmige bausperre nimmt druck aus zentrumsentwicklung

22.03.2018 | Auf Initiative von Bürgermeister Martin Schuster und Baureferent Dr. Jan Cernelic beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21. März 2018 eine Atempause für den historischen Perchtoldsdorfer Ortskern. Während der einstimmig verabschiedeten Bausperre ist die Errichtung von mehr als sechs Wohneinheiten pro Grundstück in der Widmungsart Bauland-Kerngebiet nur in klar gesteckten Grenzen möglich.

„Bei Bauansuchen, die während der Geltungsdauer der Bausperre mehr als sechs Wohneinheiten pro Grundstück anstreben, richtet sich die Anzahl der höchst zulässigen Wohneinheiten danach, wie viele Wohneinheiten in der als Bauland-Kerngebiet gewidmeten Umgebung mehrheitlich vorhanden sind, wobei ein Radius von 100 Metern angeschaut wird“, erläutert Baureferent Cernelic. Die Motivation dahinter: „Damit wollen wir die Verträglichkeit von neuen Wohneinheiten mit den historisch gewachsenen Ensembles sicherstellen.“ Eine Obergrenze ist bei 20 Wohneinheiten eingezogen. Die neue Regelung gilt nicht für Vorhaben, die sich im Bewilligungsverfahren befinden bzw. bereits bewilligt sind.

Beschränkung der Wohneinheiten im Ortskern
Damit wird eine Handhabe eingesetzt, um im Bauland-Kerngebiet ein organisches, der hohen Lebensqualität gerecht werdendes Wachstum zu ermöglichen. Während der Dauer der Bausperre werden Planungen und Entwicklungen in Richtung Änderung des örtlichen Raumordnungsprogrammes aufgenommen, um die Zentrumsentwicklung positiv fortschreiben zu können. „Die Bausperre gilt für zwei Jahre, wir wollen aber bei der Ortsentwicklungsanalyse bereits in einem Jahr Ergebnisse vorliegen haben“, sagt Bürgermeister Martin Schuster.

Rechnungsabschluss 2017 vorgelegt
Der Rechnungsabschluss 2017 erbrachte ein ‚Maastricht‘-Ergebnis, das bei einer veranschlagten schwarzen Null letztlich in Höhe von knapp einer Million Euro zu liegen kam. Veranlagungsvolumina hat die Gemeinde in Höhe von 13,6 Mio. Euro abgeschichtet, die in den Herauskauf des Freizeitzentrums aus dem Leasingvertrag und damit in die örtliche Infrastruktur investiert wurden. Durch die Umwandlung gemeindeeigener Wohnhäuser in leistbares Eigentum für die bisherigen Mieter konnten zudem Haftungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro reduziert werden.

Projektplan für „Betreutes Wohnen“ beschlossen
Für das Projekt „Betreutes Wohnen“, das unter Einbeziehung des denkmalgeschützten historischen Bahnhofs in der Feldgasse entstehen wird, hat der Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung getroffen und den weiteren Fahrplan in Richtung Umsetzung definiert.

Grünes Licht gab es auch für das Sanierungsprojekt Hyrtlhaus. Der Westteil des Gebäudes wird rundumerneuert und auf der Grundlage eines auf den Ergebnissen der Jugendstudie 2017 aufbauenden Nutzungskonzeptes so adaptiert, dass für das dortige Jugendzentrum ein Mehrwert geschaffen wird.

Der Gemeinderat gedachte der am 10. Jänner verstorbenen Mandatarin Dir. Dipl.-Päd. Brigitta Zimper. Auf Grund Ausscheidens von GR Maximilian Temmel wurden seitens der Perchtoldsdorfer Volkspartei mit DI Erik-Karl Tupy und Philipp Sladky zwei Mandatare nachnominiert.

> Alle Gemeinderatsanträge vom 21.03.2017

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Bürgermeister Martin Schuster(l.) und Baureferent Dr. Jan Cernelic haben mit der Bausperre im Ortskern eine Nachdenkpause für die zukünftige Entwicklung auf den Weg gebracht.

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